GIESSENER-Anzeiger Vom 11.02.2021

Sozialdemokraten: Klimaneutrales Lumdatal 2035

SPD-Vertreter aus den Kommunen Lollar, Staufenberg, Allendorf/Lda. und Rabenau haben sich ein gemeinsames Ziel gesetzt: Bis 2035 soll das Lumdatal klimaneutral werden.

 

LOLLAR/STAUFENBERG/ALLENDORF/LDA./RABENAU - In einer gemeinsamen Pressemitteilung fordern die SPD-Politiker der Lumdatalkommunen das Ziel "Klimatneutrales Lumdatal 2035" ein. (red)

Der weltweite Klimawandel gehe alle an. Die Kommunen des Lumdatals könnten auf dem Weg zur Erreichung der Pariser Klimaziele eine Vorbildfunktion einnehmen. Gerade im ländlichen Raum könnten gezielt Maßnahmen für die Verbesserung der Energieeffizienz, den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und eine klimafreundliche Verkehrsstruktur angestoßen und realisiert werden. "Dies geht aber nur mit der Unterstützung unserer Bürgerinnen und Bürger", sind sich Brigitte Heilmann (SPD Allendorf/Lumda), Roland Baetzel (SPD Rabenau), Bernd Maroldt (SPD Lollar) und Reiner Mehler (SPD Staufenberg) einig. Alle vier besprachen das Thema mit weiteren SPD-Vertretern aus den Lumdatalkommunen in einer Online-Konferenz. Das Fazit: "Unser gemeinsames Ziel heißt: Wir schaffen ein klimaneutrales Lumdatal bis zum Jahr 2035." Das seien von diesem Jahr an noch 15 Jahre. "Wir sind fest davon überzeugt, dass es den Lumdatalkommunen gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern gelingen wird, unser wunderschönes Tal in diesem Zeitraum klimaneutral zu gestalten.", erklären die SPD-Vorsitzenden übereinstimmend.

Treibhausgase

"Im gesamten Lumdatal müssen wir es schaffen, dass die Bewohner unserer Kommunen nur noch ein 'klimaverträgliches Maß', also weniger als zwei Tonnen CO2 je Einwohner und Jahr, an Treibhausgasen verursachen", sagt Brigitte Heilmann. Dafür müsse in jeder Kommune zunächst einmal eine Treibhausgasbilanz erstellt werden. "Um klimaneutral zu werden, müssen wir wissen, wie viel CO2 im privaten Bereich, in Wirtschaft und Landwirtschaft, aber auch in allen anderen Bereichen verursacht werden", ergänzt Roland Bätzel. "Mit Wärmedämmung an allen öffentlichen und möglichst vielen privaten Gebäuden, Austausch alter Öl- und Gasheizungen durch Pelletheizungen oder Wärmepumpen und eine Komplettumrüstung auf LED-Technik können wir gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern bereits heute Meilensteine hin zum "Klimaneutralen Lumdatal" setzen", ist sich Bernd Maroldt sicher. "Wichtig ist uns aber auch ein schonender Umgang mit unserer Natur", hält Reiner Mehler noch fest. Ökologische Gesichtspunkte und die Minimierung des Flächenverbrauchs müssten zukünftig besonders beachtet werden. Deshalb müsse bei der Ausweisung von Wohn- und Gewerbeflächen die innerstädtische Entwicklung Vorrang haben. Gewerbeflächen könnten am besten interkommunal geschaffen werden. Die Staufenberger Beteiligung am gemeinsam mit der Stadt Marburg und der Gemeinde Ebsdorfergrund betriebenen Gewerbegebiet in Heskem belege dies ebenso eindrucksvoll wie das bereits beschlossene Gewerbegebiet von Allendorf/Lda., Rabenau und Grünberg.

Verkehr

Einig waren sich die SPD-Vertreter auch beim Thema Verkehr. Zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes gehört auch eine Reduzierung des Individualverkehrs. Das sei aber nur möglich, wenn die Anbindung aller Lumdatal-Gemeinden an den öffentlichen Nahverkehr deutlich verbessert werde.

 

Und noch ein Thema liegt den SPD-Vertretern aus dem Lumdatal ganz besonders am Herzen: Der Erhalt und die Aufforstung der Waldflächen. Die Wälder seien nicht nur für die Natur, sondern auch für die Bürger von ganz besonderer Bedeutung. Hier müsse eine naturnahe und nachhaltige Waldbewirtschaftung im Vordergrund stehen. "Wir müssen unsere Wälder mit klimaangepassten Gehölzen umbauen. Dies ist die einzig sinnvolle Investition in ihre Zukunft", so das gemeinsame Credo.

 

Dies alles erfordere den Dialog der Politik mit allen gesellschaftlichen Gruppen in den Kommunen. Durch Ausloten von Fördermaßnahmen und Anbieten von fachlichen und finanziellen Hilfen, wie Zuschüsse der Kommunen, könne die Bereitschaft zur Energieeinsparung und der Umstieg auf erneuerbare Energien gefördert werden. Dabei würden Klimaschutzbeauftragte eine zentrale Rolle spielen. Die Sozialdemokraten des Lumdatals seien willens und bereit, den Weg zum klimaneutralen Lumdatal zu beschreiten und rufen alle Bürger auf, sich an diesen Schritten zu beteiligen.


Rabenauer Zeitung 04.02.2021


Giessener-Allgemeine vom 27.01.2021

SPD Rabenau gut gerüstet

 

Rabenau(pm). Die Sozialdemokraten in der Rabenau bereiten sich auf die Wahlen in diesem Jahr vor. In einer pandemiegeschuldeten Telefonkonferenz diskutierten der Parteivorstand mit Dr. Roland Baetzel an der Spitze und die SPD-Fraktion mit der Vorsitzenden Bärbel Schomber das Wahl-Programm für die bevorstehende Kommunalwahl.

"Füreinander da sein ist in dieser schweren Zeit nicht nur ein Schlagwort, sondern das Gebot der Stunde", heißt es in der Pressemitteilung der SPD. Wenn man sich die Bewerberlisten aller Rabenauer Parteien und Wählervereinigungen anschaue, sei unschwer zu erkennen, dass in Rabenau ein Generationswechsel in der Kommunalpolitik stattfinden wird, "was wir sehr begrüßen". Umso erfreulicher sei es, dass die erfahrenen Kommunalpolitiker, die zwar alters- und gesundheitsbedingt nicht mehr kandidieren, ihren Sachverstand im Vorstand, bei Mitgliederversammlungen und in den sozialen Netzwerken einbringen wollen.

Viele Nachbardörfer haben keinen Ortsbeirat und demzufolge auch keinen Ortsvorsteher mehr und drohen "abgehängt" zu werden, heißt es in der Mitteilung. Auch viele Vereine finden keine Leute mehr, die ein Vorstandsamt übernehmen und stehen vor der Auflösung. Doch in Rabenau könne "die Demokratie noch ausgelebt werden". Allen Wahlberechtigten stehe eine große Auswahl an Listen für die Kreistagswahl, für die Gemeindevertretungswahl und die Ortsbeiratswahl zur Verfügung. Nun gelte es, darauf aufmerksam zu machen, dass das hohe Gut des Wahlrechts auch zur moralischen Wahlpflicht wird. Eine lebendige Kommunalpolitik betreffe jeden in unmittelbarer Nähe.

 

Unterstützung nötig

Eine funktionierende Gemeindevertretung, ein aktiver Ortsbeirat mit einem rührigen Ortsvorsteher in jedem Rabenauer Ortsteil in Verbindung mit freiwilligen Ehrenamtsgruppen, mit gut geführten Vereinen und mit aufmerksamen örtlichen Sozialverbänden machen erst das Gemeinschaftsleben zu dem, was es sein soll. Unter anderem will die SPD die vorhandene Infrastruktur, die Wirtschaft und das Gewerbe weiter unterstützen und verbessern. Es sei unbestritten, dass Rabenau von Land und Bund Hilfe benötige, um dringende Projekte in Angriff zu nehmen und öffentliche Infrastruktur weiterhin nutzbar zu halten.

 

Die SPD Rabenau sieht sich für die Legislaturperiode 2021 bis 2026 gut gerüstet. Der Ortsverband weist auch Behauptungen zurück, Mandatsträger seien von Parteizentralen und den "Oberen" ferngesteuert, das Gegenteil sei in Rabenau der Fall. Die Basis beeinflusse die Alltags-Politik auf höheren Ebenen.